Montag, 29. September 2008

Umzug ins Cottage

Unser Nachbar gegenüber
Juhe, unser Container vor unserem neuen Heim in der Lawrence Road 11
Philipp kann es auch noch kaum glauben!
Jeder Millimeter ist ausgefüllt.
Nachdem der Container geleert war, wurden 8 heikle Kisten (darunter Staubsauger, Fahrräder, Werkzeugkiste..) wieder eingeladen und stichenprobenartig kontrolliert. Alles, was Dreck aufweisen könnte.
Philipp ist entrüstet und fragt sich, wie er wohl ohne Werkzeug die Möbel aufstellen soll.
Neuseeland gilt als
strengstes Land mit Auswandervorschriften.

Laurin in unserem neuen Wohnzimmer
auf einem Riesenberg Verpackungsmaterial.

Sobald wir unsere 7 Sachen ausgepackt haben, werde ich Euch ein paar Bilder von Home sweet home auf den Blog stellen. Vermutlich werde ich nun ein Weilchen abtauchen, zwischen Appartment und neues Heim pendeln. Wie gut sind 2 Wochen Frühlingsferien!

Freitag, 26. September 2008

Shipping

Hoffentlich nicht unser Container! Dieser hier muss ja einiges erlebt haben.



Was wohl die Krokodile im roten Kreis bedeuten? Gefährliche Ware?
Ware mit Vorsicht zu geniessen?

Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt: unser 3 tonnen schwere Container ist angekommen, mit einem Monat Verspätung! Ein paar Stunden später kam der Anruf, dass dieser zum Ausliefern bereit wäre. Ui, damit hatten wir nicht gerechnet. Eine Woche braucht der Zoll bis unsere unzähligen Schachteln deklariert sind, hiess es. Plötzlich ging alles sehr schnell und von einem Zoll war nicht mehr die Rede. Unsere feinen Gewürze und Tees aus Indien und Marokko hätten wir wohl doch mit schmuggeln können... Es gibt Tage, da ist alles verdreht - entweder wir oder die Kiwis. Vor Montag nachmittag werden wir nicht einzuziehen. Der Hauseigentümer macht noch den Frühlingsputz und das nicht vor Montag. Was versteht er wohl unter Frühlingsputz?

Um von unserem Appartment zum Zentrum zu kommen, fahre ich an der Küste entlang und komme am Hafen vorbei. Immer wieder ist es eindrücklich, die voluminösen Frachter und vielen mehrstöckigen Container vor sich zu haben - ein kleines Spektakel, das zum Anhalten einlädt.

Mittwoch, 24. September 2008

Art-Déco Stadt Napier










Von der Strandpromenade starte ich meine kleine Art-Déko Tour für Euch.

Die ASB Bank

Ladenpassage


The Former Hotel Central

Bis anhin habe ich Euch little Napier vor enthalten. Stromlinien- und Zackenformen und abgestufte Gebäudesilhouetten in Pastelltönen werden hier zusammen gebracht. Dazumal der letzte Schrei in der Architektur - dank der Originalität weit eindrucksvoller als etwa Miami Beach oder Santa Monica. Die Fassaden sind sehenswert, wunderbar restauriert. Alles unterhalb dieser Art-Déco Fassade ist kriminell - ein kunterbunter Ladenmix, einfach gewöhnungsbedürftig. Secondhandläden mit Art-Déco-Möbel & Kleidern aus den 3o iger Jahren gibt es an jeder zweiten Ecke. Art-Déco wird hier gross gefeiert: Im Februar findet das Art-Déco Festival statt. Alle verkleiden sich, Oldtimer werden aus den Garagen gefahren, Picnics à la «Great Gatsby» organisiert und an jeder Ecke Jazz gespielt, habe ich mir sagen lassen. In ein paar Monaten werden wir davon mehr berichten können.

Dienstag, 23. September 2008

Lokalnachrichten


Kelly, der Star & 38-jährige Delfinlady, ist gestorben - hier im Marineland von Napier. Ist das nicht verrückt: am nächsten Morgen wurden 16 munter springende Delfine hier an der Strandpromenade gesichtet. Philipps Kollege aus Turgi hat dieses Schauspiel bei einem Morgenspaziergang mit erlebt. Es kommt selten vor, dass Delfine so nah an Napiers Küste schwimmen. Das war kein Zufall, sagt mir mein romantisches Herz. Die 16 Tümmler nahmen Abschied von Kelly, wie schon vor 2 Jahren nach dem Tod von Delfin Shona. Seither ist der kleine Vergnügungspark an der Strandpromenade geschlossen. Keine Delfine = keine Attraktionen.

Montag, 22. September 2008

Big Lipped Blue Moki Fish






Heute kam ich zur richtigen Zeit an die Hafenpromenade. Hier direkt vor unserer Tür wurden Big Lipped Blue Mokis aus-, um- und eingeladen. Brummer mit Riesenlippen und wunderbares Fotosujet.

Sonntag, 21. September 2008

Barbecue mit Alpakas


Da hat sich wohl jemand verirrt...
Meine beiden Bushwalk Kumpaninnen:
Mirenda mit Benjamin, Noemi & Nathaniel


Frühlingszeit ist Barbecuezeit hier im Kiwiland. Mirenda hat uns zum Sonntagslunch zu sich nachhause eingeladen, 40 Minuten von Napier entfernt. Die letzten 30 km fuhren wir über Stock und Stein, weit und breit nur Schafe, Flussdeltas und Pinienwälder - unglaublich beeindruckend, doch fern von jeglicher Zivilisation. Mirenda, ihr Mann Pete und Klein Benjamin wohnen in einem Cottage, einer Villa Kunterbunt, an einem hauseigenen Weiher gelegen. Nebenan grasen ihre 9 Alpakas, ein Esel und ein Pferd. Ein Paradis. Wir plauderten & assen den ganzen Nachmittag mal drin, mal draussen am Feuer - ein sympatisch fauler Tag bei unseren ersten Kiwi-Bekanntschaften.

Dienstag, 16. September 2008

Noch einmal Napier Filmfestival

So haben wir uns am Anfang gefühlt: wie Hauptdarsteller Philippe im Film «Bienvenue chez les Chtis». Es geht um Philippe, der unfreiwillig aus der Provence nach Nordfrankreich zu den "Ch'tis" versetzt wird - eine Region angrenzend zu Belgien und dem Ärmelkanal und wird vom großen Teilen der Bevölkerung als das Sibirien des Landes verspottet. Viele von Euch haben ihn bestimmt schon gesehen. Er ist der Knüller und führt zu herzhaften Lachanfällen. Sympathisch erzählt, herrlich gespielt und erinnert an die Zeiten von Jacques Tati mit seinen skurrilen Figuren.

Sonntag, 14. September 2008

Philipp's special


«Opera Kitchen» in Hastings und Treffpunkt mit neuen Bekannschaften
Nein, keine Schneekanone. Schaumparty an der Blossomparade in Hastings
Blossoms everywhere! Mein erster Geburtstag im Frühling nach 35 Jahren!

Am Samstag, den 13. war Nicole's 35igster. Da ist der Ehemann gefordert. Vor allem, wenn er seine Frau an das andere Ende der Welt lockt. Eigentlich war die Aufgabe von vorne herein unloesbar: Es gab folgende Optionen: 1) Mit guten Freunden feiern: schaut doch alle einfach mal kurz vorbei! 2) Mit Wellness verwöhnen. Aber wohin? Ein Google- Selbstversuch: «wellness spa napier». Trefferresultat = 0.

Also ein Kurztrip nach Auckland oder Wellington mit Ayurveda-Package: Der Flug dauert 55 Minuten (mit dem Auto für für uns in einem Tag nicht machbar). Alle bezahlbaren Flüge waren auch schon weg.

Also gut. Wie mit den Blogbildern definitv bewiesen, hat Nicole einen guten Photoriecher. Deshalb hat sie sich eine gute Kamera gewünscht, das Modell ausgesucht und... ausverkauft! Kurzum: der Abend des 12ten war plötzlich da und ich hatte, abgesehen von einem eiligst gebackenen Schoggikuchen, nichts in der Hand.

Samstag: happy birthday! Gegen Mittag sind wir mit Kuchen und kühler Proseccoflache zum Blossomfestival gefahren, wo Mirenda, eine Mutter aus Laurins Spielgruppe, mit Nicole abgemacht hat - extra zum Geburtstag, sehr nett. Als wir dann im «Opera Kitchen», dem Café ankamen, sass eine Gruppe von 10+ Personen um den Tisch, alles ihre Freunde. Echt super Leute, eine spannende Truppe, in der wir uns sofort wohl gefühlt haben. Ein Typ, eher ein Feiner, ist für 7 000 Schafe und 500 Kühe verantwortlich (?!?), ein anderer hat eine TV Show... Das Festival war der Reinfall, aber egal. Der Tag war für Nici (& ebenso für mich) ein voller Erfolg, ein Aufschwung in Richtung Kontakteknüpfen. Es gibt sie doch, die Leute die wir gerne kennenlernen möchten. Wow, was für ein gutes Gefühl!

Sonntag, 7. September 2008

Philipp's special

Nicole ist ja nicht alleine in sunny Hawkes Bay. Zeit, um einen anderen Blickwinkel auf unser (Ein)leben zu werfen:


Als Nicole am Strand Muscheln suchte und Laurin mit einem Sonnenstich von der Wanderung im Auto vor sich hindoeste, wurden meine Afrika-Gene geweckt: Ich sitze in einem 4x4,
10 m neben mir der 20 km lange Westshore Beach. Nix wie los!
Der Sand scheint erstaunlich weich und... ich bin stecken geblieben. Oberpeinlich und auch unangenehm, wenn da nicht die freundlichen Kiwis wären. Obwohl weit und breit keine Mennschenseele sichtbar, standen im Nu 2 kräftige Neuseeländer vor uns. In Null Komma nix standen wir wieder auf der Strasse. Puh, nochmals Glück gehabt. Das war wohl nichts mit dem Afrika-Adventure-Feeling.

Lake Tutira





Mit Picnic auf dem Rücken maschierten wir los, umwanderten 2 Seen, begegneten ausser schwarzen Schwänen keiner Menschenseele. Unsere Route sollte uns durch Schafweiden führen, ein Warnschild hielt uns davon ab. Die Saison des «Lambing» hat begonnen - die Schafe bekommen auf offener Weide ihre Jungen. Unsere Anwesenheit würde sie stören. Und tatsächlich, wir trauten unseren Augen nicht: weit und breit nur kleine Wollknäuel, die umher sprangen.